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Dienstag, 17. September 2019
17. April 2019 | 11:00

Wegweiser 2: Außenhandel – Für freie und faire Märkte einsetzen

Aus der Blog-Serie „POLITIK-KOMPASS – Wegweiser zur Europawahl 2019“

Die EU steht vor enormen außenhandels­politischen Herausforderungen: Statt Frei­handel wächst der globale Protektionismus, statt auf marktwirtschaftliche Anpassungs­prozesse zu setzen, greifen immer mehr Länder aktiv in den Wettbewerb ein. Die Stahlindustrie in Deutschland spürt diesen wachsenden Druck: Die Abschottung des US­-amerikanischen Stahlmarkts und die daraus resultierenden Handelsumlenkungen in die EU, wettbewerbsverzerrende Sub­ventionen, das nicht marktwirtschaftliche Verhalten wichtiger Länder (insbesondere China) sowie das nach wie vor bestehende Problem der massiven Überkapazitäten in der globalen Stahlindustrie belasten die EU­-Stahlhersteller.

Gerade in dieser schwie­rigen Situation kommt es darauf an, dass sich die EU für eine multilaterale und regel­basierte Welthandelsordnung einsetzt, sich aber auch konsequent zur Wehr setzt, sollte es zu Regelverstößen kommen.

Handlungsempfehlungen:

  • Multilaterale Bemühungen zum Abbau von Subventionen und die Arbeit im Globalen Stahl­-Kapazitätsforum der G20 weiterhin unterstützen
  • WTO­-konforme Handelsschutzinstru­mente konsequent anwenden, weiter anpassen und wenn nötig verbessern, solange kein Level-Playing-­Field auf den internationalen Märkten erreicht ist
  • Für eine Stärkung und Weiterentwicklung der WTO einsetzen: Vor allem mit Blick auf die mangelnde weltweite Subventions­disziplin muss das Regelwerk dringend modernisiert werden
  • Eine EU­-Handelsstrategie entwickeln, die den Veränderungen auf den inter­nationalen Märkten Rechnung trägt und die Rolle der EU klar definiert

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Infografik „Was sind EU-Safeguardmaßnahmen?“

Infografik „EU-Außenhandel: Warum die Stahlindustrie vor Handelsumlenkungen geschützt werden muss“

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Außenhandel
EU
Europawahl

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