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Dienstag, 20. August 2019
29. März 2019 | 13:23

Wegweiser 1: Energie und Klima – Rahmenbedingungen für eine CO2-neutrale Wirtschaft schaffen

Aus der Blog-Serie „POLITIK-KOMPASS: Wegweiser zur Europawahl 2019“

Ausführlicher Beitrag von Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der WV Stahl, zur Energie- und Klimapolitik: „Energiewende und Transformation der Grundstoffindustrien – zwei Seiten einer Medaille“

Die Europäische Kommission hat mit ihrer Kommunikation „A Clean Planet for all“ eine Debatte über die erforderlichen Schritte zu einer klimaneutralen Wirtschaft in 2050 eröffnet. Gleichzeitig wird die neue EU-Emissionshandelsrichtlinie ab dem Jahr 2021 für die Stahlindustrie zu erheblichen Einschnitten in der Zuteilung von CO2-Rechten um durchschnittlich 20 Prozent führen. Dadurch ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Stahlindustrie massiv bedroht.

Die wesentliche Herausforderung für eine Umstellung auf CO2-arme Produktionsweisen liegt in der ökonomischen Perspektive. Es wären Investitionen in der Größenordnung des dafür heute investierten Anlagenparks erforderlich. Zudem müssen erheblich höhere Betriebskosten getragen werden.

Handlungsempfehlungen:

  • Den EU-Emissionsrechtehandel dauerhaft wettbewerbsverträglich ausgestalten und Rahmenbedingungen für wettbewerbsfähige Energiepreise schaffen, um der Stahlindustrie auch Spielraum für Innovationen zu ermöglichen
  • Forschung und Entwicklung sowie die Umsetzung in den industriellen Maßstab öffentlich fördern
  • Für die erforderlichen Infrastrukturen sorgen und dabei möglicherweise bestehende Akzeptanzhürden überwinden
  • Mechanismen prüfen, mit denen CO2-arme Produktionsverfahren trotz drastisch höherer Kosten gegenüber Ländern ohne vergleichbaren Aufwand wettbewerbsfähig betrieben werden können
 

 

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Infografik „Herausforderungen bei der Transformation in eine CO2-arme Wirtschaft“

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Tags
CO2
Energie und Umwelt

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