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Sonntag, 24. März 2019
6. März 2019 | 08:45

Stahl für die Mobilität von morgen

Eine ambitionierte Umweltpolitik und das wachsende Verkehrsaufkommen in Städten führen zu einem Umdenken in Bezug auf die Fortbewegungsmittel der Zukunft. Die Stahlindustrie in Deutschland ist Teil dieses Prozesses: Sie spielt eine wichtige Rolle dabei, neue Mobilitätskonzepte und Antriebstechniken voranzubringen.

Stahl – Basis für die Elektromobilität

Für die Elektromobilität sind Stahlinnovationen unverzichtbar.

Die Elektromobilität ist eine von mehreren Alternativen für das emissionsarme Fahren und hat Potenzial, langfristig zur bestimmenden Antriebstechnik zu werden. Der Werkstoff Stahl ist unverzichtbar, um der Elektromobilität zum Durchbruch zu verhelfen.

Stahl punktet gegenüber anderen Werkstoffen in Sachen Wirtschaftlichkeit und macht die Elektromobilität somit erst erschwinglich. Bereits heute ist eine Vielzahl von technologischen Herausforderungen durch den Stahleinsatz realisiert: Stahl wird für Elektromotoren und in der Karosserie zum Beispiel zum Schutz der Batterien sowie für die Energie- und Ladeinfrastruktur benötigt.

Stahl – Basis für den öffentlichen Verkehr

Beim Ausbau des ÖPNV wird Stahl eine wichtige Rolle spielen.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird künftig eine größere Rolle spielen als zuvor. Wenn es nach der Politik geht, sollen Pendler vermehrt vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen, um den CO2-Ausstoß in den Städten zu verringern. Für eine bessere CO2-Bilanz sollen zudem möglichst viele Bus-Linien auf den Elektrobetrieb umgestellt werden.

Stahl wird beim Ausbau des ÖPNV einen wichtigen Beitrag leisten: Der Werkstoff wird für Infrastrukturprojekte, wie den Schienenausbau oder den Brückenbau, benötigt. Zudem wird auch die Verknüpfung der Verkehrsträger, wie Pkw und ÖPNV, immer wichtiger. Hier kommt Stahl beispielsweise bei der Errichtung von Park&Ride-Parkhäusern zum Einsatz.

Stahl – Basis für eine saubere Energieerzeugung

Der Stromnetzausbau ist für die neuen Mobilitätskonzepte wichtig.

Neue Mobilitäts- und Antriebstechniken benötigen in der Regel vor allem eines: Strom. Elektrifizierte Verkehrsmittel sind gegenüber Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben insbesondere dann ökologisch im Vorteil, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Für den Ausbau der Energie-, Netz- und Ladeinfrastruktur wird Stahl benötigt: Der Werkstoff ist in Generatoren von Wind- und Wasserkraftanlagen essentiell. Auch für Transformatoren, Masten und Leitungen ist er unverzichtbar.

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, muss das Stromnetz dringend ausgebaut werden. Dabei stoßen Energieunternehmen immer wieder auf Widerstand in der Bevölkerung. Die Politik muss für die erforderlichen Infrastrukturen sorgen und dabei möglicherweise bestehende Akzeptanzhürden überwinden. Ansonsten geraten die neuen Mobilitätskonzepte an ihre Grenzen.

Stahl – Basis für das Transportkonzept Hyperloop

Unsere Art des Reisens könnte sich künftig sogar grundlegend ändern: Mit dem Hochgeschwindigkeitstransportsystem Hyperloop könnte die Reisezeit entscheidend verkürzt werden. Um dies zu schaffen, will Elon Musk, Initiator des Hyperloops, Erfinder des Online-Bezahldienstes PayPal und CEO von Tesla, Fahrgäste in Kapseln durch Stahlrohre befördern. Das Konzept basiert auf einem nahezu luftleeren Röhrensystem, in dem sich Kapseln mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 km/h bewegen. Mittlerweile beschäftigen sich mehrere Entwicklergruppen mit der Umsetzung der Idee. Rohre und Schienen bestehen bei allen Projekten aus Stahl und sorgen für eine effiziente Konstruktion.

Die Reisezeit für eine Strecke von 900 Kilometern, zum Beispiel von Berlin nach Paris, soll dadurch künftig nur noch 55 Minuten betragen. Städte mit großen Entfernungen werden so besonders nachhaltig und umweltfreundlich miteinander verbunden.

Welche Fortbewegungsmittel uns in Zukunft von A nach B bringen werden, ist derzeit noch nicht absehbar und wird auch in den Regionen der Welt unterschiedlich sein. Fest steht jedoch, dass die zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeuge auf dem Weg zu einer emissionsarmen Mobilität weiter fortschreiten wird. Dabei leistet Stahl auch in Zukunft seinen nachhaltigen Beitrag.

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Über die Autorin: Carolin Marienfeld ist Referentin im Bereich Kommunikation bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf.

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Elektromobilität
Energiewende
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