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Montag, 10. Dezember 2018
17. Januar 2018 | 12:52

Bauwerke mit Stahl, die begeistern

Das Programm des Internationalen Architekturkongresses 2018 in Essen unter dem Motto „Neues Bauen mit Stahl – Baukultur im urbanen Kontext“ konnte sich sehen lassen. Acht Architekten aus international renommierten Architekturbüros präsentierten beeindruckende Bauwerke aus Stahl. 805 Teilnehmer waren am 10. Januar im Congress Center West der Messe Essen zu Gast.

Nach der Eröffnung durch NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Ina Scharrenbach, präsentierte zunächst Gerhard Wittfeld von kadawittfeldarchitektur aus Aachen einige spannende Bauprojekte mit Stahl als zentralem Werkstoff (u.a. das Kraftwerk Lausward in Düsseldorf). In seinem Vortrag wurden jedoch nicht nur die Bauwerke selbst, sondern auch die Kommunikation rund um die Planung im und außerhalb des Teams thematisiert.

The Silo von COBE. Foto: Rasmus Hjortshøj

In den Norden, nach Kopenhagen, ging es mit der gebürtigen Mönchengladbacherin Carolin Nagel, die bereits seit geraumer Zeit für das Architekturbüro COBE in Kopenhagen arbeitet. Eines ihrer spannenden Projekte: Der Umbau eines alten Getreidesilos zu einem Wohngebäude. Feuerverzinkter Stahl gibt dem Bauwerk eine moderne Fassade und erhält den ursprünglichen Charakter.

Stahlbrücken als verbindendes Element

Um die verbindende Funktion von Stahlbrücken ging es im Vortrag von Bartolomiej Halaczek von Knights Architects, High Wycombe. Dabei betonte der Architekt, dass es dem Büro bei der Planung von Brücken darum gehe, dass Schöne im Gewöhnlichen sichtbar zu machen. Bei Bau und Planung geht es oftmals auch darum, kulturelle Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. So wurden im Fall des Lower Hatea Crossing in Neuseeland vier Maori-Stämme in die Planung einbezogen. Mit Erfolg: Durch die Anlehnung der Brückengestaltung an das kulturell bedeutsame Symbol des Angelhakens, konnte die Brücke mit dem Segen der Maori schließlich realisiert werden.

Stahl ermöglicht hochkomplexe Strukturen

Das neue Hafenhaus in Antwerpen von Zaha Hadid Architects. Foto: Helene Binet

Dass Stahl bei komplexen Strukturen der Werkstoff der Wahl ist, stellten auch Joris Pauwels (Zaha Hadid Architects, London) und Anna Zora (FUKSAS, Rom) unter Beweis. Gigantisch und doch elegant ist das neue Hafenhaus in Antwerpen zum Wahrzeichen der belgischen Stadt geworden. Geradezu verspielt und surreal wirken dagegen das Music Theatre und die Exhibition Hall im Rhike Park (Tiflis, Georgien). Unverkennbar ist hier der charakteristische FUKSAS-Ansatz des „skulpturalen Bauens“.

Stahl schafft Mehrwert im urbanen Kontext

Welchen funktionalen Mehrwert Bauwerke aus Stahl im urbanen Kontext haben, verdeutlichten die Präsentationen von Prof. Mike Schlaich (schlaich bergermann partner, Stuttgart/Berlin), Joost Vos (Benthem Crouwel Architects, Amsterdam) und Borja Ferrater (Carlos Ferrater Partnership OAB, Barcelona). Neben der Effizienz des Baumaterials Stahl ist dies die Möglichkeit bauliche Herausforderungen formschön und architektonisch anspruchsvoll zu lösen.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Architektenkammer NRW und dem Industrieverband Feuerverzinken durchgeführt.

Portrait Bender 2015Über den Autor: Marvin Bender ist Pressesprecher bei der Wirtschaftsvereinigung Stahl in Düsseldorf.

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Tags
Architektur
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