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Dienstag, 27. Juni 2017
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25. November 2015 | 11:06

Stahl – Gelebte Effizienz

Das Prinzip Effizienz ist in der Natur, aber auch in der Industrie zu finden. Für die Stahlunternehmen in Deutschland ist der schonende Umgang mit Ressourcen und Energie schon lange selbstverständlich.

In Zeiten steigender Energiekosten ist Energieeffizienz auch für Privathaushalte ein großes Thema geworden. So spielt bei der Anschaffung von neuen Haushaltsgeräten immer häufiger die Energieeffizienzklasse eine entscheidende Rolle. Kaum eine Waschmaschine wird heute mit einem schlechteren Effizienz-Label als A+ verkauft. Gegenüber Modellen mit der Einordnung A benötigen neue Exemplare mit A+++ rund ein Drittel weniger Strom.

Was zu Hause mit einem überschaubaren Aufwand verbunden ist, dem Austausch des bisher genutzten erfordert in einer Branche wie der Stahlindustrie hohen finanziellen Einsatz. Dennoch konnte der Verbrauch von Primärenergie, bezogen auf die Rohstahlerzeugung, in den letzten 25 Jahren um fast 15 Prozent gesenkt werden. Dieser Erfolg ist zugleich auch Ansporn: Die Optimierung des Energieverbrauchs steht auch weiterhin auf der Agenda der Stahlindustrie.

Informationsaustausch in Netzwerken

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Im Rahmen von STAHL 2015 wurde das Energieeffizienz-Netzwerk Elektrostahl gegründet. Foto Wirtschaftsvereinigung Stahl

Ein Weg, die aufgrund des schon Erreichten nur noch begrenzt vorhanden Effizienzpotenziale zu erkennen und zu heben, ist der zielgerichtete Informationsaustausch in sogenannten Energieeffizienz-Netzwerken. Als im Dezember 2014 eine Vereinbarung zur Gründung 500 neuer Energieeffizienz-Netzwerke bis Ende 2020 zwischen der Bundesregierung, dem BDI und zahlreichen weiteren Branchenverbänden unterzeichnet wurde, war die Teilnahme der Stahlindustrie selbstverständlich. Ziel ist es, gemeinsam die Energieeffizienz zu steigern.

Mittlerweile sind die ersten Netzwerke gestartet. So schließen sich Elektrostahlproduzenten aus Deutschland zu einem Netzwerk zusammen. ThyssenKrupp Steel Europe initiiert einen konzerninternen Verbund mit dem Namen „Steel energy+“, andem sich auch die Hüttenwerke Krupp Mannesmann beteiligen. Weitere Unternehmen der Branche haben bereits angekündigt sich ebenfalls an den Aktivitäten der Initiative zu beteiligen.

Effizient bei den Rohstoffen – effizient im Produkt

Natürlich benötigt man für die Stahlproduktion nicht nur Energie. Das für die Roheisenproduktion unabdingbare Eisenerz und die Kokskohle müssen heute vollständig importiert werden – ein entscheidender Grund, warum die Stahlunternehmen auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen besonders viel Wert legen, auch beim Transport. In der Anwendung führt der Werkstoff Stahl dazu, dass negative Umwelt- und Klimaauswirkungen immer weiter verringert werden können. Der Einsatz innovativer Stähle sorgt zum Beispiel in Offshore-Windparks dafür, dass ein Vielfaches der CO2-Emissionen eingespart werden kann, die bei der Erzeugung des eingesetzten Stahls freigesetzt werden. In diesem Fall gar das 23-Fache, wie eine Studie der Boston Consulting Group und des Stahlinstituts VDEh ermittelt hat.

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Der Beitrag ist im Rahmen der Reihe #stahlundklima erschienen.

Portrait Bender 2015Über den Autor: Marvin Bender ist Referent für Online-Kommunikation und Public Affairs im Stahl-Zentrum in Düsseldorf. Neben dem bloggen, twittert er für @stahl_online und betreut stahl-online.de.


Beitragsbild: Von Natur aus effizient. Ameisen zeigen, welch große Leistungen mit relativ wenig Energie möglich sind.

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Energieeffizienz
Ressourceneffizienz

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