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Samstag, 18. November 2017
22. Februar 2017 | 16:24

Stahl für die Infrastruktur von morgen

Stahl gehört noch lange nicht zum alten Eisen – im Gegenteil. Bei aktuellen und künftigen Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur kann der Werkstoff seine vielfältigen Vorteile voll ausspielen.

Intakte Verkehrswege sind die Schlagadern der mobilen Gesellschaft. Doch in Deutschland gelten allein rund 6.000 Brücken an Bundesstraßen und Autobahnen als dringend sanierungsbedürftig. Sie leiden vor allem unter dem zunehmenden Schwerlastverkehr. Was Abhilfe schaffen könnte, lässt sich seit Mitte September 2016 an der A 44 zwischen Kassel und Eisenach begutachten: Hier steht Deutschlands erste feuerverzinkte Stahlverbundbrücke. In unserem Blogbeitrag „Deutschlands erste feuerverzinkte Stahlverbundbrücke fertiggestellt“ stellen wir das Pilotprojekt vor und erklären, warum durch Brücken dieser Art in Zukunft lange Staus und zusätzliche Umweltbelastungen verringert werden können.

Investitionen lohnen

Das Institut der deutschen Wirtschaft schätzt die Investitionen für die marode Infrastruktur in den nächsten zehn Jahren auf mindestens 120 Milliarden Euro. Die Faustformel, an der sich auch die Politik orientieren sollte, lautet: Zehn Milliarden Euro für die Infrastruktur erhöhen die Wirtschaftsleistung um 2,5 Milliarden Euro pro Jahr. Jede Investition macht sich also bereits nach vier Jahren bezahlt.

Nachhaltig mobil

Das Elektroauto ist das Verkehrsmittel der Zukunft. Ins Rollen kommt das E-Mobil mit Stahl. 30.000 Tonnen Elektroblech werden benötigt, um die ambitionierten Ziele der Bundesregierung zu erreichen: Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Speziell für Elektromotoren entwickelte Stahlsorten ermöglichen einen verbesserten Wirkungsgrad bei erhöhter Drehzahlfestigkeit und Temperaturbeständigkeit. Hochfeste Stähle schützen nicht nur die Insassen der Fahrzeuge, sondern auch die sensible Batterie.

Die Stadt der Zukunft braucht Stahl

Die Stadt der Zukunft stellt auch in puncto Wohnen neue Ansprüche: Platzsparend, ressourceneffizient und attraktiv sollen die eigenen vier Wände sein. Bauen mit Stahl ist nachhaltig. Denn schlanke Bauteile und große Spannweiten sparen Ressourcen, zudem lässt sich Stahl beim Rückbau ohne Qualitätseinbußen recyceln. Außerdem ist Stahl nicht nur funktional, sondern erfüllt auch ästhetische Ansprüche in der modernen Architektur.

Mit Leichtbausystemen aus Stahl können material- und energieeffiziente Gebäudehüllen im hochwertigen Geschossbau hergestellt werden. Durch neuartige Fassadensysteme, die mit Luftkollektoren Frisch- und Prozessluft für die energetische Nutzung von Gebäuden solar erwärmen, sinken die Heizkosten um bis zu 50 Prozent. Neue Untersuchungen der  Forschungsvereinigung Stahlanwendung (FOSTA) gehen noch einen Schritt weiter und verwandeln die komplette Gebäudehülle im Verbund von handelsüblichen Bauteilen wie Stahlsandwichelementen, Trapez- und Wellprofilen sowie transparenten Polycarbonatplatten in hocheffiziente Solarkollektoren. Beide Kollektorsysteme leisten einen wertvollen Beitrag zur Erreichung von Klimazielen.

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Über die Autorin: Carolin Marienfeld ist Volontärin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Stahl-Zentrum in Düsseldorf.

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Infrastruktur
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Leichtbau
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