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Montag, 25. September 2017
22. Juni 2017 | 08:20

Mit Stahl zum Etappensieg

Die Tour de France findet dieses Jahr vom 1. bis 23. Juli statt und startet mit dem Grand Départ in Düsseldorf. 23 Jahre ist es her, dass ein Sportler auf einem Fahrrad aus Stahl die Tour de France gewann. Schon bald könnte es aber erneut einen „Sieger auf Stahl“ geben, denn der Werkstoff ist wieder im Rennen.

Stahl bildete viele Jahrzehnte lang das beliebteste Material für Rennradrahmen. Den letzten Sieg mit einem Rennrad aus Stahl fuhr Miguel Indurain 1994 ein. Auch gegenwärtig nutzen einige Fahrer noch Fahrräder mit Stahlrahmen, jedoch dominierten in den vergangenen Jahren Modelle aus Karbon den professionellen Radrennsport und auch die Tour de France. Seit dem Jahr 2013 erfahren Rennräder aus Stahl wieder international Anerkennung. Der Fahrer Gruffudd Lewis und sein Team Madison Genesis stellten ihren neuen Ausrüster und ein revolutionäres Rennrad mit dem Namen „Volare“ vor. Die Rennsportszene horchte auf. Viele Sportler setzen seitdem Räder mit Stahlrahmen im Training ein.

Vorteile von leichten Stahlrahmen sind groß

Rennradhersteller haben den Anspruch immer leichtere und somit schnellere Fahrräder herzustellen. Extrem leichte Rahmen mit Rohrsätzen aus hochfesten nichtrostenden Stählen bieten Rennrädern durch die Reduktion auf das Wesentliche neben Gewichtsvorteilen und Fahrdynamik auch die elegant filigrane Optik. Mit Zugfestigkeiten über 1.200 MPa sind gehärtete nichtrostende Stähle erste Wahl für leichte Rennräder und auch für Mountainbikes. Obwohl nur minimal schwerer als Aluminium weisen Rahmen aus diesen Stahlsorten die typische Festigkeit, Haltbarkeit und Fahreigenschaften klassischer Stahlrahmen auf. Außerdem überzeugen Rahmenrohre aus diesen Stählen durch ihre hohe Widerstandskraft gegenüber Beulen. Mittlerweile bieten verschiedene Unternehmen verstärkt das Material für Radrahmen an. So könnte es durchaus sein, dass es nicht mehr lange dauert, bis die Tour de France wieder mit einem Stahlrad gewonnen wird.

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Über die Autorin: Carolin Marienfeld ist Volontärin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit im Stahl-Zentrum in Düsseldorf.

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Edelstahl
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