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Donnerstag, 14. Dezember 2017
20. Januar 2017 | 10:23

Klarer Kurs in bewegten Zeiten

2016 galt als Schicksalsjahr für die Stahlindustrie – und 2017? Hans Jürgen Kerkhoff über die weiterhin schwierige Situation für die Branche und die Bedeutung des Werkstoffs Stahl für Deutschland und Europa.

Hat die wettbewerbsfähige Stahlindustrie in Deutschland weiter eine gute Zukunft oder wird sie ins Abseits gedrängt? Sicher ist: Wenn die derzeitigen Pläne der EU-Kommission zur Verschärfung des Emissionsrechtehandels Realität werden und die europäischen Handelsschutzinstrumente vor allem gegen Dumping-Stahl aus China nicht durchgreifend wirken können, steht der Stahlstandort Europa vor der Zukunftsfrage.Von Berlin und Brüssel gibt es zwar immer wieder gute Worte – doch gerade in Brüssel ist es bisher lediglich bei Lippenbekenntnissen geblieben.

Stahlindustrie: Unübersehbare Stärken

In diesen bewegten Zeiten ist ein klarer Kurs gefragt! Die Stärken der Stahlindustrie sind unübersehbar: Innovations­fähigkeit, die effiziente Nutzung von Energie und Rohstoffen oder die hohe Qualifikation der Beschäftigten sind nur einige der Pfeiler starker Wettbewerbsfähigkeit. Doch wenn die Unsicherheiten weiter bestehen bleiben, werden diese Stützen zunehmend wegbrechen.

Stahl ist unverzichtbar

Stahl ist kein unbedeutender Werkstoff. Wer glaubt, der Verlust nachhaltiger Stahlkompetenz wäre leicht zu verkraften, der irrt. Werkstoff und Industrie sind eine Säule der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Dynamik. Stahl ist unverzichtbar für die industriellen Wertschöpfungsketten in Deutschland. Und das ganz gleich, ob als immer leichterer und festerer Stahl für den Automobilbau, als innovativer Baustein für eine nachhaltige und langlebige Infrastruktur oder als Grundwerkstoff für die Energiewende. Wir appellieren an die politischen Entscheidungsträger, dass sie die zukünftigen Rahmenbedingungen für eine starke Industrie aktiv mitgestalten.

Mehr zu den genannten Themen lesen Sie im aktuellen Magazin der Wirtschaftsvereinigung Stahl „Zukunft mit Stahl – Orientierung in unsicheren Zeiten“

KerkhoffÜber den Autor: Hans Jürgen Kerkhoff ist Präsident und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl und Vorsitzender des Stahlinstituts VDEh.

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Tags
Emissionshandel
Innovation
Stahlindustrie in Deutschland
Wettbewerbsfähigkeit

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