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Montag, 25. September 2017
9. Februar 2017 | 09:26

Fit für die Zukunft in der Arbeitswelt Stahl

Qualifikation und Weiterbildung spielen für die Stahlindustrie in Deutschland seit jeher eine große Rolle. Die Anforderungen an die eigenen Mitarbeiter sind hoch. In Zeiten von Digitalisierung und Industrie 4.0 heißt es umso mehr, die rund 86.000 Beschäftigten „fit für die Zukunft“ zu machen.

Der technische und organisatorische Wandel macht auch vor der Arbeitswelt Stahl nicht halt. Die Stahlunternehmen in Deutschland stellen sich den gestiegenen Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung. Sie bilden aktuell rund 4.500 Jugendliche aus. Das Spektrum der angebotenen Berufe reicht dabei vom Chemielaboranten bis hin zum Kaufmann für Bürokommunikation.

„Experten für Stahl“ sichern den Industriestandort Deutschland

Einen großen Anteil am Erfolg des Stahlstandortes Deutschland haben hoch qualifizierte Frauen und Männer mit interessanten und verantwortungsvollen Berufen. Bei den rund 6.000 Ingenieuren, die in der Stahlindustrie in Deutschland beschäftigt sind, werden Spezialisierung und Qualifizierung großgeschrieben. Das gilt auch seit jüngster Vergangenheit besonders für das Thema Digitalisierung. Die unter dem Schlagwort Industrie 4.0 zusammengefassten Veränderungen betreffen nicht nur industrielle Prozesse, sondern auch die Arbeitswelt Stahl.

Know-how für Generationen

Um die hohe Qualifikation ihrer Mitarbeiter zu sichern, greifen die Stahlunternehmen auf unterschiedliche Maßnahmen zurück: So ruft beispielsweise ArcelorMittal zur konzernweiten Woche des Lernens aus. Im Rahmen des Exzellenz-Programms Action 2020, schulte das Unternehmen im Sommer 2016 seine Mitarbeiter an den deutschen Standorten unter anderem zu Themen wie Arbeitssicherheit oder Prozessoptimierung.

Bei Salzgitter Flachstahl wird das gesammelte Know-How frühzeitig und strukturiert in Form des Wissenstransferprogramms „TransferWerk“ an eine jüngere Generation zu übertragen. Somit wird sichergestellt, dass das Wissen im Unternehmen bleibt und Nachwuchskräften hilft.

Fit für Industrie 4.0

Den Weg der individuellen Weiterbildung hat Laura Tolettini, Einkaufsmanagerin bei den Elbe-Stahlwerken Feralpi in Riesa, eingeschlagen. Erst kürzlich hat sie den Masterstudiengang in Business Administration an der Handelshochschule in Leipzig abgeschlossen. Ihre Masterarbeit schrieb sie zum Thema Industrie 4.0 in der Stahlindustrie und befragte mit Unterstützung der Feralpi Group hierfür rund 60 Stakeholder. „Ich bin überrascht, welchen Stellenwert Industrie 4.0 in der Stahlindustrie hat. Es ist eine fundamentale Vernetzung und Partnerschaft von allen Stakeholdern in der Wertschöpfungskette“, beschreibt Tolettini die Ergebnisse ihrer Abschlussarbeit.

Die Beispiele zeigen – egal ob konzernweite Lernprogramme oder individuelle Weiterbildung. Die Stahlindustrie in Deutschland macht sich fit für die Zukunft.

Portrait Bender 2015Über den Autor: Marvin Bender ist in der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit u.a. für die Onlinekommunikation zuständig. Neben dem bloggen twittert er für @stahl_online und betreut stahl-online.de.


Foto: SHS – Stahl Holding Saar

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Tags
Beruf und Weiterbildung
Industrie 4.0

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