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Samstag, 18. November 2017
2. April 2015 | 09:40

Fahrräder aus Stahl – mehr als nur Drahtesel

Die ersten Sonnenstrahlen des Jahres bescheren uns bald einige warme Tage. Insbesondere an den Wochenenden wird auch wieder das Fahrrad aus dem Winterschlaf geholt. Darunter auch Exemplare mit einem Rahmen aus Stahl. Die dünnen Rohre wirken filigran und elegant. Trotzdem sind sie extrem belastbar.

Dass Stahlfahrräder sich eine mittlerweile beachtliche Fangemeinschaft aufgebaut haben, zeigt nicht zuletzt das Blog „Stahlrahmen Bikes.“ von Iwo Randoja, der nicht müde wird, die Vorteile eines Stahlrahmens zu betonen. Dabei kann es gelegentlich schon vorkommen, dass er auch emotional wird: „Die zierliche, filigrane Eleganz eines Stahlrahmens verführt dazu, ihn berühren zu wollen. Nicht um zu wissen, wie schwer er ist, sondern um ihn persönlich kennenzulernen. Das ist wichtig, denn hochwertige Stahlrahmen können einen über mehrere Jahrzehnte begleiten. Sie werden zum treuen Freund und Begleiter und nur selten zum leistungsverdammten Sportgerät degradiert.“

Fahrräder mit Stahlrahmen – Leichtbau und Sicherheit

Wer nicht auf die Möglichkeit zurückgreifen kann oder möchte, seinen eigenen Rahmen in der heimischen Garage zusammenzuschweißen, kann einen der mehr als 130 Hersteller für diese Form der Qualitätsfahrräder in Deutschland wählen.

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Patria – einer von über 130 Herstellern von Fahrrädern mit Stahlrahmen (Foto: H. Füller [CC BY-NC-SA 2.0] via flickr.com).

Eine dieser Manufakturen ist Patria, die seit mehr als einem halben Jahrhundert hochwertige Zweiräder in Bielefeld baut. Heute arbeitet der Rahmenbauer mit dünnwandigen Präzisionsrohren aus speziell legiertem Stahl. „Ein hochwertiger Werkstoff ist die Voraussetzung für ein leichtes und zugleich belastbares Fahrrad. Unter modernen Materialien ist es der Stahl, der Leichtbau erlaubt und gleichzeitig die meisten Sicherheiten bietet.“

Verbunden werden die Rohre mit Muffen – eine altbewährte Technik. Die Mechaniker verlöten alle Teile von Hand. Das ist sehr aufwändig und erfordert viel Erfahrung. Jedes Fahrrad wird individuell gefertigt und genau auf die Wünsche des Kunden ausgelegt.

Fahrräder mit Stahlrahmen – Leistungsorientiert dank High-Tech

Doch nicht nur Traditionsunternehmen wissen, was sie an dem vielseitigen Werkstoff schätzen. Auch die vergleichsweise junge Marke Rennstahl, seit 2013 auf dem Markt, setzt bei ihren Fahrrädern auf Stahl: „Wir legen Stahlrahmen modern und leistungsorientiert aus. Mit den richtigen Legierungen, Wandstärken und Rohrdimensionen vereinbaren wir drei Vorteile: niedriges Gewicht, hohe Steifigkeit und Langlebigkeit“, erklärt Dr. Andreas Kirschner, Entwicklungsleiter bei Rennstahl, das Konzept.

Verbindungsstellen werden nicht gemufft, sondern geschweißt. Dafür nutzt das Unternehmen Stahlsorten, bei denen der Werkstoff nach dem Schweißen durch das Abkühlen an der Luft härtet („Air hardening“) – das verstärkt die ansonsten geschwächte Zone um die Schweißnähte. Das Material wird im Vergleich zur Ausgangssituation fester.

Fahrräder mit Stahlrahmen – Eine ausgezeichnete Wahl

Wenn man sich für ein Stahlfahrrad entscheidet, hat man fortan nicht nur einen verlässlichen Partner, sondern auch ein ausgezeichnetes Stück deutscher Ingenieurskunst – denn regelmäßig vergibt das Leitmedium der Fahrradwelt „Aktiv Radfahren“ Bestnoten für die Zweiräder mit Stahlrahmen – zuletzt in der Februar-Ausgabe 2015.

Und Sie? Warum setzen Sie auf Stahl im Fahrrad?

 

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Portrait Bender 2015Über den Autor: Marvin Bender ist Referent für Online-Kommunikation und Public Affairs im Stahl-Zentrum in Düsseldorf. Neben dem bloggen, twittert er für @stahl_online und betreut stahl-online.de.


Beitragsbild: © Rennstahl Bikes

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Tags
Fahrrad
Mobilität

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