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Dienstag, 27. Juni 2017
COP21
5. November 2015 | 14:39

Breite Allianz für den Stahlstandort Deutschland

Knappe CO2-Zertifikate, untragbare Mehrkosten, ungleicher Wettbewerb mit EU-fernen Unternehmen. Ambitionierte Europäische Klimapolitik und diffuse Aussichten auf ein bindendes internationales Klima-Regelwerk stellen die Stahlindustrie vor existenzielle Fragen: Bleibt der Stahlstandort Deutschland bestehen? Arbeitnehmer, Politik und Stahlunternehmen ziehen an einem Strang.

Stahlgipfel im Saarland und in NRW

Der Stahlgipfel im Rahmen der "Saarland Industrieland"-Kampagne am Mittwoch (08.07.2015) beim Saarländischen Rundfunk in Saarbrücken. Foto: Becker&Bredel

Stahlgipfel im Saarland (Foto: Becker&Bredel)

Die Landesregierungen von Nordrhein Westfalen und Saarland haben im Sommer 2015 zu Stahlgipfeln eingeladen. Vertreter der Arbeitnehmer (IG Metall) und der Stahlindustrie diskutierten im Saarland mit Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) über die anstehende Reform des EU-Emissionsrechtehandels. „Mit dem geschlossenen Auftreten aller regionalen Kräfte wollen wir ein Zeichen setzen – Richtung Berlin und Richtung Brüssel“, erklärte Rehlinger.

Auch in Deutschlands größtem Stahlstandort NRW wird die momentane Weichenstellung in der Energie- und Klimapolitik kritisch gesehen. „Es darf keine europäische Klimaschutzpolitik nach dem Motto geben: Wenn die Industrie abwandert, ist Gutes für das Klima getan“, mahnte Garrelt Duin, Wirtschaftsminister des Landes NRW (SPD).

Stahlproduktion ist entscheidender Wirtschaftsfaktor

Im Rahmen beider Stahlgipfel wurden eindeutige Schlussfolgerungen formuliert: die Instrumente der Klimapolitik müssen so gestaltet werden, dass sie die Stahlindustrie nicht aus dem Land treiben. Denn die Stahlproduktion ist in den betroffenen Regionen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Duesseldorf, 21.09.2015: Erster Stahlgipfel, mit NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin. vorn v.li. Frank Schulz, ArcelorMittal Germany Holding GmbH, olver Bell, Deutsche Edelstahlwerke GmbH, Verena Papke, Karl-Heinz Schmidt, Vallourec Deutschland, Dr. Nicola Hirsch, ArcelorMittal, Andreas J. Goss, ThyssenKrupp Steel Europe stehend v.li. Knut Giesler, IGMetall, Minister Garrelt Duin, Hans Jürgen Kerkhoff, WV Stahl.

Stahlgipfel in NRW (Foto: MWEIMH NRW/R. Sondermann)

Es geht um hochqualitative Arbeits- und Ausbildungsplätze, aber auch um lokale Industrieverbünde, Forschung und Infrastruktur. Stahl wird in Deutschland an über 20 Standorten hergestellt, acht davon in NRW und im Saarland.

Der Beitrag ist im Rahmen der Reihe #stahlundklima erschienen.

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01_Endemann_14_New_61861Über den Autor: Gerhard Endemann leitet das Geschäftsfeld Politik in der Wirtschaftsvereinigung Stahl.


Beitragsbild: Jenseits der High-Level-Treffen mit der Politik: IG Metall und Stahlindustrie demonstrieren gegen steigende Energiekosten.

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