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Sonntag, 25. Februar 2018
31. Januar 2018 | 17:51

Baustein 3: Umwelt und Nachhaltigkeit – Lösungen im Dialog mit der Industrie entwickeln

Aus der Serie: Koalitionsverhandlungen: Bausteine für eine starke Stahlindustrie

Darum geht es

Der Werkstoff Stahl und seine Industrie sind ein Paradebeispiel für Kreislaufwirtschaft

Ohne industrielle Innovationen und Produkte kann eine nachhaltige Wirtschaft nicht funktionieren. Die Stahlindustrie leistet hierzu einen wichtigen Beitrag. Als Konstruktionswerkstoff ist Stahl Enabler für Umweltschutz und Ressourceneffizienz sowie Wegbereiter für Circular Economy. Als „Permanent Material“ mit hervorragenden Recyclingeigenschaften ist der Werkstoff Stahl zudem ein Paradebeispiel für Kreislaufwirtschaft.

Folgt die Politik den Prinzipien der Nachhaltigkeit, muss sie allen drei Dimensionen der Nachhaltigkeit, Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft, Rechnung tragen. Dies geht nur mit einer integrativen, ganzheitlichen Betrachtungsweise, denn die ausschließliche Bewertung von einzelnen Aspekten, wie CO2-Emissionen oder Arbeitsplätzen, ist in der Gesamtsicht kontraproduktiv.

So ist „leichter“ nicht immer besser, denn die Herstellung von leichteren und damit in der Verwendung energiesparenderen Produkten kann in der Gesamtbilanz zu deutlich größeren Umwelteinflüssen führen. Dies ist dann der Fall, wenn die Produktion z.B. zu einem höheren Ressourceneinsatz führt oder die Recyclingfähigkeit nicht gewährleistet ist. Nachhaltigkeit erfordert demnach immer einen ganzheitlichen Ansatz, der die komplexen Parameter und ihre jeweiligen Wechselwirkungen berücksichtigt. Im Einzelfall müssen widersprüchliche Effekte aufgedeckt und gegeneinander abgewogen werden, wozu auch gehört, dass die Belastbarkeit der Industrie im internationalen Wettbewerb Eingang findet.

 Das kann die Politik tun
  • Alle Lebensphasen und -zyklen sowie die Recyclingvorteile des Werkstoffs Stahl anerkennen und in Ökobilanzen sowie bei Ökodesign, Energie- oder Ressourceneffizienz berücksichtigen
  • Die nachhaltige Nutzung von Nebenprodukten der Stahlindustrie durch entsprechende politische Rahmensetzung fördern
  • Europäisches Recht eins-zu-eins national umsetzen
  • Planungs- und Rechtssicherheit schaffen und Verfahren beschleunigen
  • Zusammen mit der Industrie für Akzeptanz in der Gesellschaft sorgen

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Tags
Koalitionsverhandlungen
Nachhaltigkeit

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